Die Hamburger Fotografin Julia Ackermann , die seit einigen Jahren für gmp-Architekten in China und Vietnam deren Bauten fotografiert, ist zum sensiblen Chronisten darüber geworden, wie sich die vietnamesische Hauptstadt auf einen radikalen Wechsel zwischen gestern und morgen einstellt. Analoges bzw. digitales Bildmaterial wird mit harter Gradation - also sehr kontrastreich - monochrom abgezogen, bzw. gedruckt und dann in weiteren Arbeitsschritten auf Kunststofffolien umkopiert, gerastert… zu neuen Kompositionen gefügt.

 

Birgit Brab – Kieler Künstlerin, arbeitet mit dem Medium Radierung. Ihre Inspiration bezieht sie aus ihrem subjektiven Erleben von Landschaft und Stadtraum. Schichtungen, Überlagerungen und Trennung der Bildelemente eröffnen transparente räumliche Ebenen.

Konzentration auf das Wesentliche und eine reduzierte Bildsprache zeichnen ihre Position aus.

 

Anna Brunner-Mocka aus Eckernförde vertritt eine vom gestischen Impuls und der Bewegung geprägte Malerei. Form ist Inhalt . Bergmassiv: fester Standort? Stabil contra bewegt, Gipfel-Gletscherbewegungen, gewaltig unverfugt. Freigesetzte Masse, im freien Fall. Spuren. Tanz.

Der Arbeitsprozeß folgt einem Impuls in die Verdichtung, Tiefe oder Ausdehnung in einer Art Gratwanderung. Acryl, - Öl,- Pigmentmalerei auf Leinwand, Papier, Alu.

 

Sybille Voigt-Nennecke, Fleckeby verarbeitet Eindrücke aus unterschiedlichen Standorten des Betrachtens in der Natur in vielen Farbschichten aus Öl- Pastellkreide. Bilder von stark impressionistischem Charakter – in denen die Licht - und Farbintensität des Erlebten in eigene Kompositionen umgewandelt wird.

 

Susanne Kallenbach, Keramikerin aus Felde, bezieht sich in ihren Arbeiten am Deutlichsten auf den Standort Carlshöhe in seiner ehemaligen militärischen Funktion. Der Backstein als Metapher des in eine Norm gezwungenen Individuums. Die Schönheit erschließt sich durch das Berührtsein. Titel wie „ Drohne“, „Blaues Feld“, „ Zuviel gekriegt“ sprechen für sich.

 

Johannes Caspersen, Holzbildhauer aus Flensburg, lässt seine Figuren Positionen beziehen, Bezüge herstellen und gleichzeitig in ihrem Ausdruck im Schemenhaften, „Unverwandten“ verweilen. Die meist statuarische Haltung der Klein- und Großskulpturen ist immer ein an der Anatomie orientiertes Abbild, die Ausarbeitung bleibt jedoch bewusst eigentümlich „roh“ , vereinfacht, rudimentär. Blog des Künstlers...